Richtigstellungen

Behauptungen und Fakten trennen

Seit Bekanntgabe der Transaktion geistern Gerüchte und Spekulationen umher. Nachstehend sind Behauptungen den Fakten gegenüber gestellt:

Der Verkauf ist nicht im Interesse der Sika

Er ist in Sikas bestem Interesse. Die Transaktion schafft Mehrwert für alle Sika-Aktionäre, ohne dass Sika dafür zahlen muss. Saint-Gobain hat sich verpflichtet, die Unabhängigkeit von Sika zu wahren und ihr Geschäftsmodell  zu stärken. Quelle

Synergien werden nicht gerecht verteilt.

Saint-Gobain kündigte am 16. Januar 2015 öffentlich an, dass man dafür sorgen wird, die Synergiepotentiale gerecht mit Sika zu teilen.

Es wird ein Kontrollrahmen geschaffen, der die gerechte Verteilung der Synergien sicherstellt, so dass alle Sika-Aktionäre profitieren, wie bereits durch den Verwaltungsratspräsidenten und CEO von Saint-Gobain, Pierre-André de Chalendar, in einem offenen Brief dargelegt wurde. Quelle

Die Generalversammlung der Sika hat einen Sachverständigenausschuss gewählt, den Saint-Gobain anerkent. Das Schweizer Recht schützt darüber hinaus die Interessen der Minderheitsaktionäre durch verschiedene Standards, wie z. B. die Pflicht, unabhängige Verwaltungsratsmitglieder einzusetzen. Quelle | Siehe Rechtsgrundlage

Es gibt keine industrielle Logik für die Transaktion.

Es gibt eine hohe industrielle Logik für die Transaktion. Sika und Saint-Gobain sind in verschiedenen Märkten auf anderen Stufen der Wertschöpfungskette tätig. Im Mörtelmarkt dagegen liefern zwar beide Unternehmen Mörtel – diese Angebote sind aber sehr unterschiedlich, so dass keine direkte Konkurrenz besteht. Deshalb besteht ein hohes Kooperationspotenzial, ohne dass man Sika verändern müsste. Gemeinsam können die Verkäufe gesteigert und kostenseitige Skaleneffekte realisiert werden.

Beide Unternehmen bieten komplementäre Produkte für Lösungen vom Boden bis zum Dach an. Die Absatzkanäle und geografischen Schwerpunkte sind komplementär. 85% des Umsatzes von Sika entfallen auf Produkte, die sich nicht mit Produkten von Saint-Gobain überschneiden. Selbst im Mörtelbereich, der nur 15% des Umsatzes der Sika ausmacht, sind die Geschäftsbereiche von Sika und Saint-Gobain grossenteils komplementär.

In einem offenen Brief erklärt der Präsident & CEO von Saint-Gobain, Pierre-André de Chalendar: „Die beiden Unternehmen ergänzen sich in ihrer Produktpalette, ihren Vetriebskanälen sowie ihrer weltweiten geographischen Präsenz. Die Möglichkeiten, die sich aus den komplementären Angeboten ergeben, werden sowohl für Sika wie auch Saint-Gobain zu zusätzlichem Umsatz führen. Es steckt eine starke industrielle Logik hinter dem Cross-Selling von Sika- und Saint-Gobain-Produkten. Sika sowie Saint-Gobain werden dadurch neues Wachstum und zusätzliche Profitabilität erschliessen.“

Quelle

Das Sika-Wachstumsmodell wird zerstört

Saint-Gobain will eine starke Sika in der jetzigen Form. Hinzu kommt das Synergiepotenzial durch die Zusammenarbeit mit Saint-Gobain und das damit verbundene Upside-Potenzial für Sika. Das Sika-Wachstumsmodell wird zusätzlich gefördert, weil dies im eigenen Interesse von Saint-Gobain liegt. Saint-Gobain bietet ausserdem Zugang zu Kapital für externes Wachstum über Grossakquisitionen. Quelle

Sika und Saint-Gobain sind Konkurrenten

Saint-Gobain ist einer der grössten Sika-Kunden. Sika und Saint-Gobain sind keine engen Konkurrenten. 85% des Umsatzes von Sika entfallen auf Produkte, die sich nicht mit Produkten von Saint-Gobain überschneiden. Selbst im Bereich Mörtel, der nur 15% des Umsatzes der Sika ausmacht, sind die Geschäftsbereiche von Sika und Saint-Gobain komplementär und vor allem ist die Positionierung der beiden Firmen unterschiedlich. Sika produziert Spezialmörtel mit hohen Margen und relativ tiefen Volumen, während Weber (Saint-Gobain) im Massenmarkt tätig ist.

Daher wurde die Transaktion von allen relevanten Wettbewerbsaufsichtsbehörden ohne jegliche Auflagen genehmigt, einschliesslich der Europäischen Kommission, die ausdrücklich festhält: „Sika und Saint-Gobain scheinen im Allgemeinen keine engen Konkurrenten zu sein, da ihre Angebote sich der Qualität und Markenwahrnehmung nach eher ergänzen.“ Quelle

Kontrollwechsel-Klausel

Der Jahresbericht von Sika legt ausdrücklich dar, dass die Statuten keine Kontrollwechsel-Klausel enthalten. Quelle

Da Sika profitabler als Saint-Gobain ist, wird Sika die Verliererin sein.

Sika bleibt Sika. Die Rentabilität von Sika wird von der Transaktion nicht beeinträchtigt. Ganz im Gegenteil. Sika kann von den Synergien profitieren, ohne dafür bezahlen zu müssen, und so den Unternehmenswert steigern.  Quelle

Minderheitsaktionäre von Sika verlieren dabei.

Alle Sika-Aktionäre gewinnen. Die Transaktion schafft Synergien und daher Mehrwert für alle Sika-Aktionäre – ein Mehrwert, der nur zusammen mit Saint-Gobain realisiert werden kann. Saint-Gobain und Branchenexperten sind überzeugt, dass die Kooperation der beiden Unternehmen zu Synergien von 180 Millionen EUR pro Jahr führen wird. Sika-Aktionäre kommen in den Genuss dieser Vorteile, ohne dafür bezahlen zu müssen.

„Gemeinsam haben Sika und Saint-Gobain das Potenzial, die weltweit führende Gruppe für Innovation und industrielle Spitzenlösungen für den gesamten Lebensraum zu werden.“, erklärte Pierre-André de Chalendar in einem offenen Brief. Quelle

Arbeitsplätze werden abgebaut

Sika bleibt Sika. Es geht um Kooperation und Marktausweitung, nicht um Effizienzgewinne zu Lasten des Personals. Pierre-André de Chalendar: „Es ist unsere klare Absicht, weder Entlassungen von Sika-Mitarbeitenden noch irgendwelche Restrukturierungen aufgrund unseres Kaufs vorzunehmen. Selbstverständlich werden sämtliche vertraglichen Rechte der Mitarbeitenden uneingeschränkt fortgeführt.“ Quelle

Die Familie möchte nur einen hohen Preis

Saint-Gobain ist bereit, für das Zukunftspotenzial der Sika eine Prämie zu zahlen. Die weiterhin solide Entwicklung der Sika bestätigt, dass Saint-Gobain die Leistungsfähigkeit der Sika richtig beurteilt hat. Der Familie ist auch die Zusage wichtig, dass die Sika an der Schweizer Bärse kotiert bleibt.

Es gibt verschiedene Interessenkonflikte

Sika und Saint-Gobain sind keine Konkurrenten, wie aus den Genehmigungen für die Transaktion durch alle zuständigen Behörden ersichtlich ist. Die Europäische Kommission erklärte: „Sika und Saint-Gobain scheinen im Allgemeinen keine engen Konkurrenten zu sein, da ihre Angebote sich der Qualität und Markenwahrnehmung nach eher ergänzen.“ Quelle

Der Präsident und CEO von Saint-Gobain hat öffentlich erklärt, dass Transaktionen zwischen den beiden Unternehmen die Genehmigung des Verwaltungsrats von Sika benötigen, in dem unabhängige Vertreter Einsitz nehmen werden.  Quelle

Kontrollmechanismen werden eingerichtet, um die gerechte Verteilung der Synergien sicherzustellen, so dass alle Sika-Aktionäre profitieren. Diese Zusicherung hat der Präsident und CEO von Saint-Gobain, Pierre-André de Chalendar, in einem offenen Brief abgegeben.  Quelle

Das Schweizer Recht schützt darüber hinaus die Interessen der Minderheitsaktionäre durch verschiedene Standards, wie z. B. die Pflicht, unabhängige Verwaltungsratsmitglieder einzusetzen. Der Sachverständigenausschuss, den die letzte Generalversammlung eingesetzt hat, wacht über die faire Verteilung der Synergien.

Siehe Rechtsgrundlage